Archiv für 'Uncategorized'Kategorie

I ♥ Trees

10 November 2009

Das Kind ist am Sonntag gegen einen Baum gesprungen. Bewusst. Beim ersten Mal hat es noch ohne Blessuren geklappt, denn der Baum war ein Neigebaum. Beim nächsten Mal neigte sich der Baum nicht mehr und das Kind hat jetzt einen blauen Fleck im Gesicht, es flossen Tränen.

Das Kind meinte später, ich dürfe mir was wünschen. Wieso? Natürlich angelehnt an das Sams, das blaue Punkte im Gesicht hat, und bei jedem Wunsch, den sein Papa ausspricht (sie gehen immer in Erfüllung!), wird es ein Punkt weniger. Ich wünschte mir also unendliche Freizeit bedingt durch finanziell absicherte Abwesenheit von Arbeit (also einen echt hohen Geldgewinn jedweden Ursprungs).

Der blaue Punkt blieb und verblasst langsam, die unendliche Freizeit bleibt noch aus.

Es gibt Klopapier mit Weihnachtsduft

6 November 2009

Bäh.

Spätherbst Sit-in

2 November 2009

Ich habe Nackenweh.
Husten.
Wenn das Wetter sich ändert, kriege ich Kopfschmerzen.
Attestierte Migräne.
Fenster auf – kalt.
Fenster zu – stickig.
Bildschirmschoner-Paul, mein personal trainer des Bundesministeriums für Gesundheit, turnt mir auf dem Bildschirm was vor.
Nur: es hilft nicht!
Einzig ein sofortiger Rückzug in einen mehrmonatigen Winterschlaf, wobei der Begriff Schlaf nicht zutrifft, es wäre mehr ein längeres Bett – Sit-in gegen den persönlichen Konsumismus und den zu früh und überhaupt ungefragt eingetretenen Spätherbst mit Regen! ist die angebrachte Therapie gegen die oben genannten Symptome des Widerwillens.
Hauptsache das Internet funktioniert.
Mit einer
ausreichend hohen Zahl (≤ π) an Nackenstützkissen,
einem (1) Aufstellfrühstückstablett mit Belüftungslöchern (für den Computer),
mit zwei (2) Thermoskannen, einem (1) bettnah angebrachtem Wasserkocher und Teebeuteln (Minze-Honig mit artifiziellem und eben deshalb total überzeugendem Aroma- und Geschmack),
einer (1) Wärmflasche,
einer (1) Nähmaschine,
Tages, Wochen- und Monatspresse (1),
einer (1) leichten und einer (1) mittelschweren Zudeckdecke,
einer (1) ausreichenden Zahl an Essensbestellzetteln (der indische PizzaGyrosNudelnschnitzellieferservice von der Karli tät’s auch) ,
und einem (1) Empfangshocker für gebetenen, ungebetenen sowie spontanen Besuch,
das wäre echt der Himmel gerade.
Und das alles gerne nine to five.
Aber schon Konfuzius sagte mal an einem unfreundlichen Novembertag und als ihm alles über den Kopf wuchs: !ﭔﻥﻀ ! ﻉﺰ,ﻗﻀשׁ, קּטּ
Das lasse ich jetzt so stehen, da stimme ich jetzt einfach zu und beuge mich.

Gute Ansätze

2 Januar 2009

Happy New Year 2009! Und damit es nicht gleich in Stress ausartet, nach Möglichkeit nichts vornehmen. Unter Umständen sollten jedoch die guten Ansätze des Jahres 2008 gepflegt werden, wobei in diesem Kontext Ansatz auf gar keinen Fall auch nur in die Nähe des Vorsatzes gerückt werden darf. Die einzig richtige Frage, die unter Umständen und ohne einem ironischen Unterton gestellt werden darf, ist: … keine, am besten wird die- oder derjenige gar nicht gefragt, das übt Druck aus und den kann man am Anfang des Jahres nicht gebrauchen, eigentlich auch nicht in der Mitte, außerdem macht man sich den meistens ja selber. 

Gute Ansätze des Jahres 2009 also:

- wenn krank, die verschriebenen Medikamente auch nehmen, gelegentlich sogar bis die Packung alle ist. Dabei soll außer Acht gelassen werden, dass sogar die Einnahme einer größeren Menge von so harmlos wirkendem Nasenspray zu „Blässe und Blaufärbung von Haut und Lippen“ führen kann – manchmal ist sowas ja gewünscht. Auch das „Aussetzen der Atmung“ und „Lethargie, Schläfrigkeit und Koma“ kann man sich harmlos reden und unter Frühjahrsmüdigkeit laufen lassen. Und um „Angstgefühl, Erregung, Halluzinationen und Krämpfe“ zu bekommen, muss man manchmal viel Geld ausgeben wohingegen so ein Spray um die 3,60 kostet;

- sich das ganze Jahr an alle Geburtstage erinnern (schwer für Menschen mit chronischer Geburtstagsamnesie). Das Mittel der Wahl dieses Jahr ist das Festhalten der Geburtstage im klassischen Papierkalender (mit kleinen auffälligen Geburtstagsaufklebern versehen), im Computerkalender mit Erinnerungsfunktion sowie das regelmäßige Besuchen der Facebook-Seite; es wurde sogar die Anschaffung eines Geburtstagskalenders überlegt aber aus Designgründen verworfen (kein, KEIN Janosch nie außerhalb des Kinderzimmers). Für das Übertragen der Daten ins Handy war man bis dato noch zu träge – warten, bis man voraussichtlich 2010-11 ein neues hat, das sich mit dem Computer synchronisieren lässt;

- mehr bloggen, jawoll.

Die kleinen Ansätze zuletzt: 

- Französisch lernen (heute beim Institü Francseee angemeldet!);

- auf dem Satz „Großmutter Anna hat sich nicht für uns interessiert“ aufbauend ein Buch schreiben;

- promovieren.

Nur die harten kommen in den Garten.

WOSTROPA. Heute: Belgien (België, Belgique)

5 Dezember 2008

Belgien, eehh… Brüssel? (Brussel, Bruxelles). Brüssel? – Einheimische Freunde schleppen einen zuerst auf den Grand Place (der groß ist und schön natürlement), aber noch wichtiger ist das Manneken Pis. Na, wat wird das wohl sein? Doch nicht ein „Pissendes Männchen“? Oh oui oui! Und ab und zu wird es auch verkleidet (als Elvis oder Reporter ohne Grenzen…what?).

Viel faszinierender jedoch als die Massen an Menschen, die eine pinkelnde Statue fotografieren, war das Benehmen der Freunde bei einem  Ausflug nach flämisch-Brügge (Brugge, Bruges). Die Freunde, aus dem französisch-sprechenden Teil Büssels kommend, haben in Brügge auf Englisch Essen bestellt oder Fahrkarten gekauft. Pourquoi? Haben sie doch als Brüsseler nach eigenen Angaben in der Schule Flämisch (Bezeichnung für den niederländischen Dialekt Belgiens) gelernt?

Da müssen wa wohl am Anfang anfangen.

Belgien

Wieso gibt es Belgien überhaupt? Muss diese Sprachverwirrung sein? Reichen die Niederlande und Frankreich nicht? 

Also ich bitte Sie!

Als Provinz war Belgica doch schon im Römischen Reich bekannt. Und dann passierte das historisch-übliche: aufteilen, aufteilen, annektieren (alles sehr ermüdend). Im Mittelalter Teil des fränkischen Reiches, des Heiligen Römischen Reiches, zerfiel in einzelne Herzogtümer und Grafschaften. Dann kamen die Habsburger (gähn, keine hübsche Familie). 1794  von Frankreich annektiert, 1815 den Niederlanden zugesprochen. 1830 gab es Gott sei dank die belgische Revolution, seit ihrer Verfassungsgebung 1831 ist das Land eine parlamentarische Monarchie, das heisst, dass die belgische Königsfamilie 2009 aus der Staatskasse eine Gehaltserhöhung bekommt.

Aber zurück zum Sprachproblem.

Es gibt also eine niederländischsprachige Bevölkerung im Norden, französischsprachige im Süden, zwei Amtssprachen in der Hauptstadt Brüssel im Zentrum und eine kleine deutschsprachige Bevölkerung im Osten (die vergessen wir hier mal; sie wurden zwar nach dem Ersten Weltkrieg annektiert, sind aber friedfertig und freuen sich, das das Deutsche als dritte Amtssprache eingeführt wurde). 

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Gelb: Flämisch, rot: Französisch, geschreddet: Brüssel (beide Sprachen), blau: Deutsch

Nach der Entstehung des Königreiches Belgien 1830 wurde das Französische als einzige Amtssprache eingeführt. Das Flämische galt der Führungsschicht als Bauernsprache: das agrarische, katholisch-konservative Flandern stand im Gegensatz zum reichen, schwerindustriellen, antiklerikal-sozialistischen Wallonien. Es entstanden, wie könnte es anders sein, auf beiden Seiten nationalistische Bewegungen usw.; schließlich wurde 1930 die Uni Gent gegründet, auf der in NIederländisch unterrichtet wurde und damit ein wichtiger Schritt gemacht in Richtung Zweisprachigkeit.

Aber bitte, damit endet es doch nicht.

Geld! Wirtschaft.: War Wallonien lange Zeit der „reiche“ Teil, so wurde es in der Mitte des 20. Jahrhunderts von Flandern überflügelt. Man fing an, stärker auf die Autonomie der Regionen zu pochen.

In den 60er Jahren wurde schließlich eine Sprachgrenze gelegt; seitdem gibt es Flandern und Wallonien offiziell territorial Ende Polente? Nicht doch. Aber was treibt das alles an?

2007 konnte kein gemeinsames Parlament gebildet werden – die Flamen fordern mehr Unabhängigkeit in der Steuer- und Arbeitspolitik, die Wallonen sind dagegen… 

Gründe heutzutage? Ich denke: Money makes the world go round! Und: Belgien – Zerfall oder föderales Zukunftsmodell? Sehr interessant, aber vielleicht wann anders..

Lost and Found

20 November 2008

Gehe ich bald verloren an die digitale Welt? Werde ich mich bald nicht mehr regulär betten und wird mein Schreibtisch-Mittagschläfchen zum Standardprogramm werden? 

Die Verpflichtungen bei Facebook (neues Hobby) und Xing (alte Notwendigkeit) nehmen zu, ich skype und chatte und maile, podcaste und lastfm-e. Eine kurze Zeit führte mich die Neugier auch zu StayFriends (na, sind sie fett geworden und alt oder strahlend erfolgreich? Nichts von beiden). Noch schlimmer: inzwischen krame ich Schulkameraden aus der Grundschulzeit in Polen bei „Unsere Schulklasse“ raus. Und hier fängt es an, interessant zu werden. Die Leute habe ich zwanzig Jahre nicht mehr gesehen. Und bei manchen weiß ich auch gar nicht mehr, wer das sein soll. Aber es knüpft an meine Vergangenheit an, es gibt eine Plattform, vielleicht auch mal ein Treffen?

Da wäre noch Facebook und die Suche nach Mitbewohnern aus meiner Unizeit im Ausland. Reinstes Jagdfieber! Zeitliche Entfernung – acht Jahre. Noch zu erinnern. 

Und dann aber – die Reisen. Unvergessen und tausend Jahre her. Aber hey – ich habe mir die Namen und Adressen tatsächlich aufgeschrieben. Und: ja, ich habe die Notizbücher noch! Kramkramkram, login, wen finden wir denn heute wohl…

Und überhaupt: Notizbücher, Sammelsurien von Sammelkram, GOLDGRUBEN. Inzwischen halte ich mich ja für zu alt und meine Wohnung für zu klein um Theaterkarteneintrittskartenstadtplänemuseenbeschreibungen zu behalten. Wat ein Fehler! So erinnert man sich sozusagen sensuell an die Dinge, die man sonst, ja, vergisst!

Sammle, Welt, sammle!

Hier mein Fundstück von heute: Auckland, Neuseeland, 1996, Backpackerunterkunft: „Hi, I`m Andrew from Santa Cruz, California„. Enjoy!

Heimatlose

19 September 2008

Ich bin fast
Gestorben vor Schreck:
In dem Haus, wo ich zu Gast
War, im Versteck,
Bewegte sich,
Regte sich
Plötzlich hinter einem Brett
In einem Kasten neben dem Klosett,
Ohne Beinchen,
Stumm, fremd und nett
Ein Meerschweinchen.
Sah mich bange an,
Sah mich lange an,
Sann wohl hin und sann her,
Wagte sich
Dann heran
Und fragte mich:
„Wo ist das Meer?“

Joachim Ringelnatz

„Du, was heißt denn eigentlich…

23 August 2008

Nachtigall, ick hör´Dir trapsen?“

Denkt nach…

„Nightingale, I hear you trapsing.“

Ein anderer Zeh tut auch weh

22 August 2008

nach der Begegnung mit einer Wespe. Und deshalb heißt das Motto des Monats:

START WEARING PURPLE!!!

by krimi

Job juhee, Frust adé!

8 August 2008

Und außerdem:

by krimi