Da ging sie hin, die Neue Leipziger Schule, und zog ein Bein nach

25 Juni 2008

Dies, liebe Leser, ist ein gutes Beispiel für einen reißerischen Titel, der aber letztendlich nicht wirklich mit dem Inhalt zu tun hat. Und von wem lernt man solches? Vom SPIEGEL. Der Titelartikel der Printausgabe vom Montag ist “Fünfzig Jahre Emanzipation. Was vom Mann noch übrig ist.” Das Foto – ein armes blondes was, das sich die Eier hält und so plakativ nochmal die Sorge um seine Entmannung zum Ausdruck bringt.

Dabei ist der Artikel gar nicht so schlecht, wenn auch nicht mordsinformativ. Letztendlich ist es gut zu wissen – und das wir an den Beispielen der Paare sichtbar, die porträtiert werden – dass es durchaus ein Bemühen um eine gleichberechtigte Partnerschaft gibt, eine Sache, die spätestens dann wichtig wird, wenn aus zwei drei werden sollen.

Aber zurück zu unserem Thema. Im gleichen SPIEGEL (und in der Berliner Zeitung, und in der Süddeutschen) wir das Ende der Neuen Leipziger Schule besungen. Neo Rauch, die Galionsfigur, der geniale Maler und Professor an derHochschule für Grafik und Buchkunst hängt sein Lehramt 2009 an den Nagel! Wir wussten es schon immer. Dieser ungesunde Hype, das ist so…so… unentrückt. Nur der Neo, der ist entschuldigt, der “kann nämlich auch ganz anders”. 

Was drängt sich da auf? NIX. Und wir laben uns weiter an Werken von Matthias Weischer, die in einer schönen Ausstellung neben Fotografien, Videos und Bildern anderer sehenswerter Künstler hängen und geradezu LEUCHTEN. 

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